Die PRAXIS in der Schola

 

Altersgemischte Gruppe

Alle Schulkinder befinden sich in einem altersheterogenen Schulverband. Primaria-Kinder (6 bis ca. 10 Jahre) sind atmosphärisch getrennt von den Schülern der Primaria 2 (10-13 Jährige) sowie von Sekundaria-Schülern (ca. 13- 15 Jahre). Die VOR-Primaria befindet sich in eigenen Räumen.

In der Praxis kommt es dazu, dass jüngere von älteren Kindern inspiriert werden und ältere Kinder für die jüngeren als "Tutoren" fungieren.

Entwicklungsplan - das Pensenbuch

Einen didaktischen Unterricht in klassischer Form gibt es bei uns nicht. Zu Schulbeginn erhält jeder Schüler seinen Entwicklungsplan mit langfristigen Lerninhalten bzw. Materialien für die kommenden 1 - 2 Jahre. Dies  um dem Kind und auch den Lernbegleitern einen Überblick über die unterschiedlichen Lerninhalte, entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes, zu verschaffen.

Eigenaktiv

Der Jahresplan dient dem Lernbegleiter als Grundlage zur Erstellung der Wochen- und Tagespläne. Dem Kind werden häufig unterschiedliche Aktivitäten dar-, bzw. angeboten. Das Kind kann in Abstimmung mit dem Lernbegleiter wählen, in welcher Reihenfolge und Dauer es seine sich selbst gestellten Aufgaben erfüllt.

Dafür stehen verschiedenste Sinnes- und didaktische Materialien, vor allem eine Vielzahl an Montessorimaterialien, zur Verfügung.

Tägliche Reflexion

Die Kinder reflektieren am Ende des Schultages gemeinsam mit dem Lernbegleiter gemachte Erfahrungen, Herausforderungen, womit es sich heute beschäftigt hat. Später dienen Aufzeichnungen als spannendes Nachschlagewerk für die eigene Lernbiografie.

Material - Vielfalt STATT Einfalt

Die Kinder "begreifen" durch das Arbeiten mit Material mit ihrem ganzen Wesen und allen Sinnen. Konkrete Handlungen gehen dem absorbierenden Geist voraus, mit anderen Worten, beginnen wir schon sehr früh, z. B. Mathematik mit dem Zählen, Hinzufügen oder Wegnehmen von Perlen. Später brauchen wir keine Perlen mehr, um mathematische Operationen durchzuführen, wir können abstrahieren, also "Kopfrechnen". Die Basis aber ist die immer geübte und stets verfeinerte "konkrete Handlung" mit "konkretem Material".

Lehrer versus Lernbegleiter

Die Lernbegleiter treten nicht als Prüfende oder Beurteilende auf, sondern als Begleiter und "Brückenbauer". Wir geben den Kindern auch niemals Lösungen vor. Die Kinder "erarbeiten" sich selbst - manchmal alleine, oft miteinander - ihre täglichen Aufgaben. Somit erleben die Kinder ihre Arbeit nicht als etwas Nachahmendes, sondern etwas Erfinderisches, Entdeckendes. Und das ist viel bedeutsamer, spannender und letztlich etwas Gelerntes von Dauer.

Eigenes Tempo

Um jedem Kind sein eigenes Lerntempo zu ermöglichen, ist es nötig, einen sehr großzügigen Begleiterschlüssel anzuwenden. In der Praxis bedeutet das, dass jeder Lernbegleiter für ca. 6 - 10 Kinder verantwortlich ist und somit ausreichend Zeit für das einzelne Kind verbleibt.

Pädagogisches Konzept

in aller Kürze...

Das pädagogische Konzept richtet sich in seinen Grundzügen unter anderem nach den Erkenntnissen von Maria Montessori, Mauricio und Rebeca Wild und Jean Piaget. Deren Erfahrungen bilden die Grundstruktur, das Fundament sowohl im Sinne der räumlichen Anordnung, der Einrichtung sowie des pädagogischen Konzepts.

Den schulischen Alltag betrachten wir als einen fortwährenden Lernprozess, in welchem Kinder, Begleiter und Eltern eng eingebunden sind. Wir sind der Ansicht, dass echte Entwicklungs- und Lernprozesse im Menschen nur aus innerer Motivation und nicht von außen her angeleitet stattfinden können. Unsere Einstellung erwächst aus unserem tiefen Bedürfnis, Kindern und Eltern zu ermöglichen, sich gemäß ihren Anlagen zu entwickeln.

Bedürfnisse der Kinder

Kinder haben ein großes Recht darauf, eine Vielzahl an Erfahrungen autonom zu machen. Wir tragen die Verantwortung, dass wir die Entwicklungsbedürfnisse unserer Kinder, welche sie Tag für Tag äußern, erkennen und deren Erfüllung ermöglichen.

Soziale Kompetenz

Jeder Mensch wird als soziales Wesen geboren. Jeder von uns möchte von Anfang an dazu gehören, respektiert werden und so angenommen werden, wie er ist. Alle Kinder wollen lernen, sie können gar nicht anders. Es entspricht dem Entwicklungsplan von uns Menschen, gerade im Kindesalter, alles "aufzusaugen", was rund um uns geschieht - vor allem die Dinge, die auch für die Erwachsenen von Bedeutung sind. Kinder wollen nur nicht lernen, wenn sie gezwungen werden - übrigens mögen das Erwachsene genauso wenig. Darum lassen wir den Kindern die Entscheidung, womit sie sich beschäftigen wollen. Nicht zu jeder Zeit ist alles möglich. Angebote und Möglichkeiten sind zeitlich und kapazitätsmäßig begrenzt. Auch das sind Grenzen, die Kinder wahrnehmen: "ich kann nicht immer tun, wonach ich Lust habe".

Begeisterung ...

Kinder interessieren sich nicht dafür, was wir glauben, dass für sie wichtig ist. Sie möchten darüber etwas erfahren, was für uns "Große" bedeutungsvoll ist. Darum bemühen wir uns in der Schola, den Kindern keine künstliche Umgebung zu schaffen, sondern echte Situationen aus der realen Welt. Das lieben sie. Und um so mehr mögen sie es, wenn es spannend ist. Zum Beispiel selbst etwas zu entdecken, zu erforschen. Das ist dann wie selbst erfunden. Lernerfahrungen dieser Art, über verschiedenste Sinne empfangen, bleiben ein Leben lang bestehen und werden mit und in unserem gesamten System vernetzt. In Verbindung mit positiven Erinnerungen - das Kind spürt: "ich hab´s selbst geschafft".

Autonomie.......

ist der Schlüssel für gesundes Wachstum. Wir Menschen kommen mit Entbehrungen aller Art in der Regel gut zurecht. Mit Ausnahme der Entbehrung von Liebe. Empfundener Liebesentzug erzeugt je nach Dimension Schmerzen bis zur höchsten Stufe. Manchmal sogar zu groß, um verarbeitet werden zu können. Daher ist es uns besonders wichtig, alle Kinder so anzunehmen, wie sie sind, ohne über ihr Verhalten zu urteilen. Autonomen Entscheidungen von Kindern stehen, wie beim Erwachsenen, Grenzen gegenüber. Im Rahmen dieser jeweiligen Grenzen sind autonome Entscheidungen möglich. Wir begleiten die Kinder bei der Wahrnehmung ihrer eigenen Grenzen, jener der Mitschüler, der persönlichen Grenzen der Begleiter und der natürlichen Grenzen (niemand kann durch Wände gehen oder fliegen).

 

Übertreten wir Grenzen, so kommen wir meist in Konflikte. Diese bieten manchmal die Chance für Veränderung, Wachstum und Erneuerung. Wir begleiten die Kinder in ihren Konflikten und achten darauf, dass die Kinder selbst zu Lösungen kommen. Daraus entsteht eine wachsende soziale Kompetenz und ein Bewusstsein für Selbstverantwortung - angeblich die wichtigsten Fähigkeiten für die neuen Generationen.

 
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LESEN, SCHREIBEN, RECHNEN - die Kulturtechniken

In den Angeboten und Aktivitäten für die Kinder ermöglichen wir ihnen Zugang zu diversen Kulturtechniken. Zu den wichtigsten gehören das Lesen, Schreiben und Mathematik. Wir achten darauf, dass wir die Umgebung und die Angebote so vor- bzw. aufbereiten, dass den Kindern ermöglicht wird, ihre Aktivitäten selbst zu steuern und das Gefühl entsteht, es "selbst entdeckt" zu haben.

Unsere Erfahrungen ...

Unseren Beobachtungen nach beginnen die Kinder der Schola mit 3-4 Jahren mit den ersten Lese- und Schreibversuchen. Auch einfache Rechenoperationen anhand konkreter Materialien üben bereits die Jüngsten praktisch täglich. Bei den 6- und 7- Jährigen hat sich in der Regel das Lesen, der Erwerb der Schrift gefestigt, Rechenoperationen werden komplexer und führen die Kinder tiefer in das Wesen der Mathematik.

NEUGIERDE

Die natürliche Neugierde der Kinder wird erhalten und für eigene Entscheidungen Verantwortung übernommen. Die Kinder erleben das Lernen und ihre eigene Entwicklung, in stets liebevoller, respektvoller Begleitung, als positive Erfahrung. Diese von innen gesteuerten Reifeprozesse bilden im Kind ein stabiles soziales und auf Verständnis aufgebautes Fundament, um mit späteren Anforderungen der Umwelt, der Wirtschaftswelt und der Kultur einen für sich selbst verantwortlichen Umgang einzugehen.  Das gesamte pädagogische Konzept sowie nähere Informationen können unter info@schola.at gerne angefordert werden.

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UMFANG des SCHULBESUCHS

Von 3  bis  18/19 Jahren

VORPRIMARIA bis MATURA

Die Schola begleitet Kinder in der Zeit zwischen 3 Jahren bis zur Schulreife (VORPRIMARIA) und in Folge über die gesamte Zeit der 9 Pflichtschulstufen hindurch.

Nach Beendigung der 9 Pflichtschuljahre kann ein fließender Übergang in die 3-5 Oberstufen-Jahre erfolgen. 

Die Option eines Maturaabschlusses (Zentralmatura), Studien-berechtigungsprüfung oder Ähnliches wird von der Schule unterstützt.

 
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INDIVIDUELLE BIOGRAFIE

die interne STRUKTUR

 

1. AUFNAHMEGESPRÄCH mit dem Kind

Mit jedem Kind wird nach Aufnahme in die Schola ein Gespräch mit der Lehrperson geführt. Dabei geht es um die Selbsteinschätzung des Kindes: „wo stehe ich, was interessiert mich, was möchte ich im kommenden Semester, in den kommenden 1 bis 2 Jahren lernen“.

Der Lernbegleiter bietet parallel jedem Kind individuell einen Überblick über die Fächerbereiche, die Möglichkeiten in und rund um die Schola, passend zum jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes.

 

2. PENSENBUCH

Gemeinsam mit dem Kind wird ein Pensenplan angelegt, mit einer Übersicht an Fächerbereichen, Aktivitätsmöglichkeiten bzw. Lerninhalten. Die Pensenbücher sind ein lebendiges Werk und werden regelmäßig mit wachsenden Interessenfeldern und neuen Möglichkeiten, neuem Material ergänzt. Das Pensenbuch, unterteilt in Fächer, wird täglich geführt.

 

3. KINDER reflektieren 

Die Kinder schreiben, erzählen und/oder malen ihre gemachten Erfahrungen am Ende des Schultags. Alle bedeutsamen Aktivitäten des Tages werden vom Kind eingetragen.

 

4. ENTWICKLUNGSNOTIZEN - ZEUGNIS

Die Lernbegleiter führen Entwicklungsnotizen in den Pensenbüchern.
Am Ende jedes Schuljahres wird den Eltern (und Schülern) ein zusammenfassender Lernentwicklungsbericht (öffentlich anerkanntes Zeugnis mit verbaler Beurteilung) übergeben.

 

5. REFLEXION

In regelmäßigen Abständen gibt es Besprechung zwischen Kind und Lehrperson. Dies dient wiederum zur Reflexion, Auswertung der vergangenen Tage/Wochen und zur ergänzenden Gestaltung der Pensenpläne.

 

6. ELTERNGESPRÄCHE - BIOGRAFIEGESPRÄCH

Ebenso regelmäßig, zumindest einmal pro Schuljahr, gibt es Elterngespräche gemeinsam mit der Lehrkraft.

 

7. ELTERNHOSPITATIONEN

Zusätzlich zu den Elterngesprächen kommen die Eltern in der Regel ein Mal im Schuljahr einen Schultag lang zum hospitieren.

 

8. ELTERNABENDE

3-5 Elternabende pro Schuljahr widmen sich der Vermittlung unterschiedlicher Themenbereiche.

Zudem werden die Abende dazu manchmal genutzt um den Eltern die Arbeit an den Materialien zu ermöglichen.

 

Die PRAXIS in der Schola

 

Altersgemischte Gruppe

Alle Schulkinder befinden sich in einem altersheterogenen Schulverband. Primaria-Kinder (6 bis ca. 10 Jahre) sind atmosphärisch getrennt von den Schülern der Primaria 2 (10-13 Jährige) sowie von Sekundaria-Schülern (ca. 13- 15 Jahre). Die VOR-Primaria befindet sich in eigenen Räumen.

In der Praxis kommt es dazu, dass jüngere von älteren Kindern inspiriert werden und ältere Kinder für die jüngeren als "Tutoren" fungieren.

Entwicklungsplan - das Pensenbuch

Einen didaktischen Unterricht in klassischer Form gibt es bei uns nicht. Zu Schulbeginn erhält jeder Schüler seinen Entwicklungsplan mit langfristigen Lerninhalten bzw. Materialien für die kommenden 1 - 2 Jahre. Dies  um dem Kind und auch den Lernbegleitern einen Überblick über die unterschiedlichen Lerninhalte, entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes, zu verschaffen.

Eigenaktiv

Der Jahresplan dient dem Lernbegleiter als Grundlage zur Erstellung der Wochen- und Tagespläne. Dem Kind werden häufig unterschiedliche Aktivitäten dar-, bzw. angeboten. Das Kind kann in Abstimmung mit dem Lernbegleiter wählen, in welcher Reihenfolge und Dauer es seine sich selbst gestellten Aufgaben erfüllt.

Dafür stehen verschiedenste Sinnes- und didaktische Materialien, vor allem eine Vielzahl an Montessorimaterialien, zur Verfügung.

Tägliche Reflexion

Die Kinder reflektieren am Ende des Schultages gemeinsam mit dem Lernbegleiter gemachte Erfahrungen, Herausforderungen, womit es sich heute beschäftigt hat. Später dienen Aufzeichnungen als spannendes Nachschlagewerk für die eigene Lernbiografie.

Material

Die Kinder "begreifen" durch das Arbeiten mit Material mit ihrem ganzen Wesen und allen Sinnen. Konkrete Handlungen gehen dem absorbierenden Geist voraus, mit anderen Worten, beginnen wir schon sehr früh, z. B. Mathematik mit dem Zählen, Hinzufügen oder Wegnehmen von Perlen. Später brauchen wir keine Perlen mehr, um mathematische Operationen durchzuführen, wir können abstrahieren, also "Kopfrechnen". Die Basis aber ist die immer geübte und stets verfeinerte "konkrete Handlung" mit "konkretem Material".

Lehrer versus Lernbegleiter

Die Lernbegleiter treten nicht als Prüfende oder Beurteilende auf, sondern als Begleiter und "Brückenbauer". Wir geben den Kindern auch niemals Lösungen vor. Die Kinder "erarbeiten" sich selbst - manchmal alleine, oft miteinander - ihre täglichen Aufgaben. Somit erleben die Kinder ihre Arbeit nicht als etwas Nachahmendes, sondern etwas Erfinderisches, Entdeckendes. Und das ist viel bedeutsamer, spannender und letztlich etwas Gelerntes von Dauer.

Eigenes Tempo

Um jedem Kind sein eigenes Lerntempo zu ermöglichen, ist es nötig, einen sehr großzügigen Begleiterschlüssel anzuwenden. In der Praxis bedeutet das, dass jeder Lernbegleiter für ca. 6 - 10 Kinder verantwortlich ist und somit ausreichend Zeit für das einzelne Kind verbleibt.

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